Erhalt der Heide

Heidegebiete sind eine alte Kulturlandschaft. Sie entstanden auf durch Nährstoffarmut geprägten Standorten. Vor 150 Jahren war die komplette Hohe Mark und weite Teile des Kreises Recklinghausen ausschließlich von Heideflächen geprägt. Die Heide wurde traditionell mit Schafen und Ziegen beweidet. Außerdem wurden Heidepflanzen als Strohersatz in den Viehställen genutzt.

Ein Relikt dieser großflächigen Heidegebiete im Kreis Recklinghausen ist als eines der ältesten Naturschutzgebiete die Westruper Heide in der Nähe von Haltern am See.
Das Gebiet ist im Besitz des Kreises Recklinghausen. Die Betreuung erfolgt auch in enger Zusammenarbeit mit dem Halterner Natur- und Vogelschutzverein
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Im Naturschutzgebiet Rütterberg Nord, einer ehemaligen Sand- und Kiesabgrabung, ist die Heide erst nach der Aufgabe der Abgrabung entstanden. Damit die Heide erhalten bleibt, wird neben manuellen Pflegemaßnahmen wie Plaggen und Mähen auch hier eine Beweidung durchgeführt. In diesem Gebiet werden dazu Soay-Schafe eingesetzt. Die Rasse stellt eine sehr frühe Form der Domestikation dar. Die Insel Soay, die vor der Westküste Schottlands liegt, gab diesen Tieren den Namen. Auf dieser Insel konnte sich die alte Rasse erhalten. Alle heutigen Züchtungen gehen auf den Ursprungsbestand der Insel zurück. Soay-Schafe haben viele Eigenschaften der Wildschafe. Sie müssen z.B. nicht geschoren werden und können nährstoffarmes Futter, wie es in der Heide vorkommt, gut verwerten.

Dieses Gebiet wird von der Unteren Landschaftsbehörde, dem NABU Dorsten und der Biologischen Station betreut.