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Beschreibung:
Die Männchen haben einen stark
verbreiterten Kopf, ihre Oberkiefer sind zu mächtigen hirschgeweihartigen
Zangen umgebildet. Die kleineren Weibchen haben einen schmaleren
Kopf und normal entwickelte Oberkiefer. Die Färbung der Flügeldecken
ist dunkel rotbraun, Kopf und Halsschild sind schwarz. Die Fühler
sind in der Mitte geknickt und am Ende blättrig verbreitert.
- Länge:
Männchen: 3-7,5 Zentimeter, Weibchen:
3-4 cm
- Lebenszyklus:
Im Kreis Recklinghausen kann
man Hirschkäfer etwa von Mitte Mai bis Anfang Juli sehen. Am
ehesten trifft man auf die träge dahin schwirrenden "Brummer"
an warmen Tagen in der Dämmerung. Insbesondere die Männchen
sind dann recht flugaktiv und suchen nach Weibchen, welche gerne
am Saftfluss von Eichen sitzen. Ist ein Weibchen gefunden, so
wird es gegen Rivalen verteidigt. Dabei versuchen die Männchen
sich gegenseitig mit ihren "Geweihen" wegzuhebeln
und vom Baumstamm zu stoßen. Nach der Paarung währt das Leben
der Hirschkäfer nur noch kurze Zeit, die adulten Tiere sterben
nach wenigen Wochen. Zuvor legen die Weibchen jedoch noch Eier
an den Wurzelstock toter Laubbäume. Sie bevorzugen die Stubben
von Eichen, nehmen aber auch andere Laubhölzer wie z. B. Buchen.
Aus den Eiern schlüpfen Larven (sie sehen einem Engerling sehr
ähnlich), welche im Totholz 5 bis 8 Jahre fressen. Die Tiere
verbringen also die weitaus meiste Zeit ihres Lebens verborgen
im morschen Holz. Eine Larve kann dabei über 10 cm lang werden.
Die ausgewachsene Larve verläßt das Holz und verkriecht sich
zum Verpuppen ins Erdreich. Dort baut sie sich eine Puppenwiege,
die bei den Männchen Faustgröße erreicht. Aus der Puppe schlüpft
der eigentliche Käfer und der Kreislauf beginnt von vorn.
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Lebensraum:
Eichen- und Buchenwälder mit
hohen Anteilen an Totholz. Die Käfer mögen es dabei weder zu
trocken noch zu nass und bevorzugen sonnenexponierte Lagen.
Auch an Hofstellen mit alten Eichen- und Buchenbeständen oder
Obstwiesen kommt der Käfer vor.
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Schutz/Gefährdung:
Im Zuge der Intensivierung der
Forstwirtschaft ist der Hirschkäfer in Deutschland selten geworden.
In NRW ist er "stark gefährdet" und in der Bundesartenschutzverordnung
ist er als "besonders gefährdet" gelistet. Die Europäische
Union hat ihn aufgrund seiner Seltenheit in den Anhang II der
FFH-Richtlinie gesetzt. Das heißt, dass Lebensräume, in denen
der Hirschkäfer noch vorkommt, vorrangig zu schützen sind, es
gilt auf jeden Fall ein Verschlechterungsverbot.
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